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Travelpage 11. eMail an die Heimat 10 Weeks in Asia
 
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Entsandet

Du weisst, dass Du weit weg bist von zu Hause, wenn Du 5 Tage auf eine Dusche und ein Bett verzichtest, DIch tagsueber grillen laesst und abends tiefkuehlen, und das ganze auch noch total klasse findest.

Du weisst, dass Du weit weg bist von zu Hause, wenn Du einer in Decken gehuellten Gestallt im Bus Dein Ticket zeigen sollst, dem DU in der Fussgaengerzone zu Hause einen Euro in den Hut werfen wuerdest. Aber diese Decken-Mode ist hier der letzte Schrei.

Nach 5 Tagen in der Wueste sind in Indien in der goldenen Wuestenstadt Jaisalmer angekommen. Im Reisefuehrer stehen Vergleiche zu 1001 Nacht, und es stimmt voellig. Im Zentrum der Stadt steht ein gewaltiges Fort aus Sandstein, die Haeuser sind aus fillegranen Steinschnitzereien unglaublich verziert. Mitten in diesem Fort haben wir ein Hotelzimmer in einem 400 Jahre alten Haus, es ist so dekoriert, dass man sich als Maharadscha fuehlt.

Die Tour durch die Wueste war einfach klasse. WIr waren unterwegs mit einem sehr netten, gut englisch sprechendem Guide, zwei Kamelfuehrern und ihren beiden Kamelen. Abwechselnd konnten wir auf einem Kamel reiten, der andere lag gemuetlich auf einem Karren mit den anderen, was unsere Popos sehr begruessten.

Ein Kamel hat uebrigens die gleiche Frisur wie Markus P. ;-) WObei dies durchaus ein Kompliment ist, denn Kamele sind sehr huebsche Tiere. Sie bewegen sich sehr langsam und damit sehr majestaetisch. Mit ihrer stets etwas erhobenen Nase machen sie den EIndruck, als waere ihnen alles voellig egal und sie merken von dem Karren gar nichts.
Mittags und ABends wurde fuer uns bestens gekocht ueber Feuer. Das war nicht nur sehr romantisch, sondern auch noch ueberaus lecker und abwechslungsreich. Fuer Nachts hatten wir ein One-Million-Star-Hotel. Das Zelt, unsere Schlafsaecke und alle Klamotten uebereinander, die eigentlich fuer tropische Temperaturen ausgelegt sind, haben uns die Temperaturen ertraeglich gemacht. Die letzte Nacht haben wir unter freiem Himmel geschlafen.
Nachdem Swante mit Seekrankheit dabei war, hat es Frank mit Kamelkrankheit und wundem Popo erwischt. Auf den Segelkurs verzichtet Swantje (zur Zeit) trotzdem noch.

Mit Schrecken haben wir festgestellt, dass wir in 14 Tagen schon wieder nach Hause muessen. Und das, wo wir noch gar nicht ganz Asien gesehen haben. Hmmm, dann muessen wir wohl nochmal wieder kommen.

Das Essensqualitaet in Indien schwankt zwischen gut und ausgezeichnet. Es gibt fast ausschliesslich vegetarische Gerichte, das sind irgendwelche Breie mit STueckchen, dazu Fladenbrot.

Wir haben gestern zig-tausend EUropaeer getroffen. An einem Wasserloch ueberwintern haufenweise Kraniche. Ziemlich clever von den Viechern sich Indien auszusuchen, wo sie aus religioesen Gruenden gefuettert werden und gut behandelt. Mit Kamel-Wassertransportern wird ihnen das Wasserloch sogar wieder aufgefuellt.

@Bert und Nicola: Wir haben jetzt den Beweis, dass Asien schoener sein muss als Australien, denn wir haben mehrere AUstralier und Neuseelaender getroffen. Wenn Aussiland schoener waere, dann wuerden sie ja wohl dort Urlaub machen, oder?

Viele Gruesse von
Ssudschi und Frank, das ist die neue Asien-Konforme Bezeichnung fuer Swantje.

 

 


© by Frank Ahland, Monheim-Baumberg