|
Hallo Kaltland,
DU weisst, dass Du weit weg bist von zu Hause, wenn die Autos nun auf der
linken Seite fahren muessen, aber dies auch keinen grossen Unterschied
macht zu Vietnam.
Auch das Kapitel Laos haben wir beendet und sind in Thailand angekommen.
Nach 8 STunden Busfahrt ueber eine Achterbahnstrecke durch Regenwald, kleine
Doerfer und durch Fluesse sind wir eine halbe STunde vor Grenzschliessung
angekommen.
Unser Truck mit Pritschen hatte nur einen Reifenschaden, bei dem Ersatzrad
war das einzige, was ihm Profil gab, waren mehrere Risse im Mantel.
Aber es hat funktioniert, nach Motor- und Bremsenkuehlen mit FLusswasser.
Die legendaeren laotischen mehrstuendigen Pannen blieben uns
gluecklicherweise erspart.
Die letzten Tage von Laos:
Unterwegs mal wieder mit dem Moped haben wir Stichstrassen zum Wasserfall-
Touriort ausprobiert.
Eine STrasse endete mit einer Bruecke, die nur aus Quertraegern bestand, u
eber die ein paar schmale Bretter lagen.
Diese Huerde trauten wir uns nicht zu und wollten gerade umkehren, da kam
eine Frau aus einem Feld und deutete uns einen Umweg an.
Wir fanden einen keinenen, sehr steilen Weg abwaerts zu einer anderen
Bruecke. Nach zwei weiteren Bruecken kamen wir in ein Dorf, in dem gerade die
STrasse, durch die wir kamen, umgebuddelt wurde. Wir fuhren hindurch. Dies
fuehrte augenblicklich dazu, dass alle die Arbeit einstellten und uns
folgten.
Wir fanden einen sehr schoenben Tempel in dem eiogentlich aermlichen Dorf
und gingen hin. Mittlerweile waren alle Dorfbewohner aktiviert, ca. 50 Kin
der und 50 Erwachsene, und standen um den Zaun des Tempels herum und besta
unten uns wie ein Einhorn im Zoo.
Einer sprach ein paar Worte ENglisch und zeigte uns stolz den Tempel,
brachte ein paar Moenche in Foto-Pose und organisierte den Schluessel, als wir
den Tempel gerne von innen sehen wollten.
Innen drin stand ein 3-4m grosser Budda und ca. 10 weitere kleine Buddas.
Toll fuer ein Dorf, das keine Schule hat.
Wir verabschiedeten uns, nachdem wir jede Menge Fotos machen
mussten/durften.
Eine weitere Strasse endete nach 100m mit einem FLuss, ueber den ein
Baumstamm als Bruecke lag, eine Huerde, die nur wenige Touris in Angriff nehmen.
Auch dieses Dorf hatte einen schoenen Tempel mit einem uralten Moench,
dafuer nur wenige Kinder.
An einem anderen Tag lernten wir einen Laoten kennen, der uns zum Neujahrs
fest seines Stammes, der Hmuong, einlud.
Dieses Fest dient zur Weibschensuche. Alle, die Maedels wie auch die Jungs,
putzen sich mit tollen Kleidern und jede Menge falsche Muenzen, die bei
jedem Schritt klimpern, heraus.
Wenn einem ein Maedel gefaellt, dann fragt man es nach dem Nachnamen. Wenn
sie den gleichen Nachnamen hatm wie der Junge, dann duerfen sie nicht ein
mal miteinander reden. Auch wenn es nicht die gleiche Familie ist.
Hier heissen ebensoviele Vung wie bei uns Mueller. Danach fragt man sie, ob
sie mit einem Ball spielt.
Dazu stellt man sich gegenueber und wirft sich einen bestickten Stoffball
zu und unterhaelt sich evtl. dabei.
Toll. Stundenlang. 10 Tage lang. Manchmal mit einem anderen Maedel. Entspr
echend gelangweilt sahen die meisten aus.
Baukloetze gestaunt haben sie abends, als wir ihnen Internet, und Schnee
und Polarlichter auf unserer Homepage zeigten.
Seit Thailand sind die Zimmerpreise explodiert. 5$ zahlen wir nun. 1,3$ war
unsere billgste Nacht in Laos. Damit waren 24 STunden schlafen billiger
als 1Std. parken in der Koelner Innenstadt.
|