|
"You are never alone in India" und "prepare for the worst, than it is ok" - damit wurden wir von anderen Travellern auf Indien vorbereitet. Mit Letzterem waren einige hygienische Sonderheiten gemeint, wie vermüllte und frisch gedüngte Strassen durch die ganzen Kühe, sowie Toiletten, bei denen man den Begriff "Scheisshaus" versteht.
Indien war anstrengend. Man wird ständig angesprochen. Mindestens mit einem "Hello", oft mit "which country?" oder "What ist your name?". Wenn man irgendwo sitzt, setzt sich jemand zu einem und möchte quatschen und meistens im Endeffekt etwas verkaufen - you are never alone. Oft wird man angebettelt, dabei nicht selten von Kindern, die ihr Glück auf der Strasse suchen (müssen?) statt in der Schule.
Nicht gerade für Entspannung sorgt der rücksichtslose Verkehr. Im Bus erlebt man viele heftige Bremsmanöver und wundert sich über die entgegenkommenden Scheinwerfer. Aber auch in den Städten ist es nicht einfach. Es gibt kaum Bürgersteige, deshalb trifft sich alles auf der Strasse. Kühe, Fahrradrikschas, Hunde, Motor-Rikschas, Schweine, Autos, Menschen und viele Mopeds. Dabei werden Abstände auf den Millimeter genau kalkuliert.
Aber: Zu Bestaunen gibt jede Menge wunderschöne, riesige, alte und guterhaltene Paläste, Fords und Kaufmannshäuser aus längst vergangener Zeit. Wir fühlten uns oft wie in 1001 Nacht, besonders in Jaisalmer. Man kann auch ein paar Inder treffen, die nett sind und mit denen man eine gute Zeit haben kann ohne einen shop sehen zu müssen. Unerwarteter Weise war das Essen supergut. Es gibt jede Menge verschiedene schmackhafte vegetarische Gerichte, Fleisch wird in Indien kaum gegessen. Besonders toll war unsere Camel-Safari.
Zufälliger und idealer Weise waren wir in Indien zum Schluß unseres Trips. Denn Indien ist ein Einkaufsparadies ist und man kann erst am Ende eines Rucksackurlaubes einkaufen. Wir brachten uns jede Menge schöne Souveniers und Klamotten mit.
Zum ersten mal sind wir oft in Nachtzügen getravelt. Das spart Zeit an den Tagen, in denen man besser Land und Leute erkunden kann anstatt in Zügen oder Bussen zu sitzen, zumal die Landschaft in Rajasthan nicht sehr abwechslungsreich ist.
|