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Zelten in Afrika. Über 4000km auf einem Truck über
holprige Strassen - klingt erstmal nicht so, als wenn man es
erleben müsste...
Aber wenn man einmal Bilder gesehen hat von der Wüste,
den Farben und unzähligen Tieren, dann sieht es schon anders
aus.
Zumindest ging es mir so. Nachdem ich Fotos von Namibia gesehen
hatte wollte ich nur noch hin. Ich habe schon mehrere Wochen
im Zelt verbracht, zelten in Afrika klang jedoch ziemlich abgefahren.
War es aber gar nicht. Die Nächte im Zelt machten das Naturerlebnis
nur richtig rund, wenn man durch die Belüftung den Sternenhimmel
sieht, die Schakale um einen herumstreifen und heulen, und man
weiß, dass man gerade mitten in der Wüste liegt.
Ich buchte eine komplett organisierte Tour bei Djoser-Reisen
durch Namibia, Botswana, Zambia und Zimbabwe in 22 Tagen.
Die Etappen waren:
- Windhoek, Hauptstadt von Namibia
- Wüste in Sesriem und Sossusvlei
- Swakopmund mit Robben- und Delphintour
- Twyfelfontein
- unzählige Tiere im Etosha-Nationalpark
- Kraxeln auf dem Waterberg Plateau
- Mit einem Einbaum-Boot durch das Okavango Delta
- Chobe Nationalpark
- Victoria-Falls, die weltgrößten Wasserfälle
Zur Fortbewegung saßen wir in einem akzeptabel bequemen
umgebauten Truck, dem üblichen Busersatz in der Gegend. Als Crew hatten wir einen Fahrer, einen Koch (der seinen Job super konnte), einen Azubi und eine deutsche Reisebegleitung.
Fazit
Der Trip war superschön. Ich kann ihn zusammenfassen als das tiefste Naturerlebnis.
Am meisten beeindruckt hat mich die Wüste. Ich saß einfach einen Nachmittag in ihr und war glücklich.
Sehr faszinierend waren die Farben. Das goldige Gras, die roten Berge und der dunkelblaue Himmel. Nachts ein gigantischer Sternenhimmel.
Fast jeder Tag hatte ein oder mehrere Highlights - ein Vorteil einer organisierten Tour.
Z.B. Flug mit einer Chessna über dem Okavango-Delta, jede Menge Tiere aus nächster Nähe, Helikopterflug über die Victoria-Falls, ...
Würde ich es so nochmal machen?
Jein. Der Trip und die Stationen waren super. Die Organisation auch. Zelten rundete das Naturerlebnis ab.
Ich war nicht so ganz begeistert von unserer 12-köpfigen deutschen Gruppe, in denen sich Maulerei und Lästerei breitmachte.
Ich war mit 31 Jahren der dritt jüngste, was mich sehr überraschte. Der Altersdurchschnitt war knapp über 50.
Nächstesmal würde ich entweder direkt bei dem Veranstalter Wildlife-Adventures vor Ort buchen, der die Reise für den deutschen Veranstalter durchführte. Dadurch kann man eine internationale Gruppe bekommen.
Oder eine Tour mit 4 Freunden in zwei 4x4 Autos. Zu zweit ist es zu gefährlich, alleine wenn man steckenbleibt oder der Wagen eine Panne hat.
Ich traf ein Päärchen aus Tirol, die für 2 Monate mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch das Land fuhren. Es schien sehr mühsam zu sein im Gegensatz zu Asien. Ausserdem zahlten sie ungefähr das gleiche wie wir.
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