| Die Hochzeit von meiner Kollegin
Manisha mit ihrem deutschen Freund Mirko war der Grund der Reise
für 22 Freunde und Verwandte aus Deutschland. Es war ein
sehr schönes Erlebnis etwas tiefer in das indische Leben
eintauchen zu dürfen.
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Am Tag der Hochzeit fand eine Zeremonie statt, in der die Mutter
der Braut Geschenke von der Familie erhielt, da sie ja nun ihre
Tochter verliert (und, wie uns ein Inder sagte, die Wäsche
nun selber waschen muss).
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Nach indischer Tradition verlässt die Braut mit der Hochzeit
ihre Familie und lebt nun in der Familie des Bräutigams,
der auch heute noch oft von den Eltern ausgesucht wird. Deshalb
ist es der traurigste Tag im Leben einer Braut. Ihrer Rolle entsprechend
musste Manisha traurig gucken, obwohl sie sich sicher sein konnte,
dass ihr langjähriger (und selbst ausgesuchter) Freund der
Richtige ist.
Wir kamen mit dem Bräutigam in dem Open-Air-Restaurant an.
Der Weg auf seinen Stuhl auf der Bühne war mit einem Band
versperrt, hinter dem alle anwesenden Mädels standen. In
einer lautstarken Verhandlung ersteigerte er von der Schwester
der Braut eine Schere, mit der er sich den Weg frei schneiden
konnte.
Danach wurde die Braut hereingeführt, gefolgt von vielen
weiblichen Gästen. |
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Nach einem Tag im Beauty Parlour
war Manisha kaum wiederzuerkennen. Mehrere Farbschattierungen, Pajetten,Schmuck
und ein tolles Gewand machten sie zu einer indischen Prinzessin
aus 1001 Nacht. |
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Als erste gemeinsame Zeremonie hängen
sie sich gegenseitig Blumenkränze um. Bei manch indischer
Hochzeit ist dies das erste Mal, dass sich Braut und Bräutigam
sehen... |
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Das Maharadscha-Paar. |
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Nach der ersten Disco Runde
wurde das Buffet eröffnet, bei dem es jede Menge verschiedene
indische Leckereien gab.
Kurz danach startete die Zeremonie. Wir Europäer waren erst
die einzigen Zuschauer, da die Inder mit dem Buffet beschäftigt
waren.
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Mit einem feierlichen Singsang führte
der Priester durch die Zeremonie. |
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In diesem Video sind einige Teile der
Hochzeit zusammengefasst: Die Zeremonie, in der der Priester nach
dem Namen der Braut (Manisha) und des Bräutigams (Mirko) fragt,
das siebenmalige Laufen um das Feuer, das den Bund der Ehe für
die nächsten 7 Leben besiegelt (bei uns bedeutet Hochzeit nur
einmal Lebenslänglich - bei den Hindus, die an Wiedergeburt glauben,
gilt es für 7 Leben), die Party, die auch ohne Alkohol (so sind
sie, die Inder) sehr ausgelassen war, und feiernde Inder in Anzügen
(die traditionelle Kleidung hatten fast nur wir Deutsche an).
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Gemeinsam warf das Paar als Opfer verschiedene Dinge ins Feuer.
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Die deutschen Gäste. Von uns hatten sich alle bis auf zwei mit Kurtas
und Saris neu eingekleidet. Bei den Indern war die Statistik genau
andersrum - bei den Indern hatten alle bis auf zwei einen Anzug
an.
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