.
all-forfree.de FreeCounter
 
Travelpage Hochzeit Indien&Nepal 2005

Die Hochzeit von meiner Kollegin Manisha mit ihrem deutschen Freund Mirko war der Grund der Reise für 22 Freunde und Verwandte aus Deutschland. Es war ein sehr schönes Erlebnis etwas tiefer in das indische Leben eintauchen zu dürfen.

 

Am Tag der Hochzeit fand eine Zeremonie statt, in der die Mutter der Braut Geschenke von der Familie erhielt, da sie ja nun ihre Tochter verliert (und, wie uns ein Inder sagte, die Wäsche nun selber waschen muss).

 

 

Nach indischer Tradition verlässt die Braut mit der Hochzeit ihre Familie und lebt nun in der Familie des Bräutigams, der auch heute noch oft von den Eltern ausgesucht wird. Deshalb ist es der traurigste Tag im Leben einer Braut. Ihrer Rolle entsprechend musste Manisha traurig gucken, obwohl sie sich sicher sein konnte, dass ihr langjähriger (und selbst ausgesuchter) Freund der Richtige ist.

Wir kamen mit dem Bräutigam in dem Open-Air-Restaurant an. Der Weg auf seinen Stuhl auf der Bühne war mit einem Band versperrt, hinter dem alle anwesenden Mädels standen. In einer lautstarken Verhandlung ersteigerte er von der Schwester der Braut eine Schere, mit der er sich den Weg frei schneiden konnte.

Danach wurde die Braut hereingeführt, gefolgt von vielen weiblichen Gästen.

 

Nach einem Tag im Beauty Parlour war Manisha kaum wiederzuerkennen. Mehrere Farbschattierungen, Pajetten,Schmuck und ein tolles Gewand machten sie zu einer indischen Prinzessin aus 1001 Nacht.
 
Als erste gemeinsame Zeremonie hängen sie sich gegenseitig Blumenkränze um.

Bei manch indischer Hochzeit ist dies das erste Mal, dass sich Braut und Bräutigam sehen...
 
Das Maharadscha-Paar.
 

Nach der ersten Disco Runde wurde das Buffet eröffnet, bei dem es jede Menge verschiedene indische Leckereien gab.

Kurz danach startete die Zeremonie. Wir Europäer waren erst die einzigen Zuschauer, da die Inder mit dem Buffet beschäftigt waren.

 

 
Mit einem feierlichen Singsang führte der Priester durch die Zeremonie.
 

In diesem Video sind einige Teile der Hochzeit zusammengefasst: Die Zeremonie, in der der Priester nach dem Namen der Braut (Manisha) und des Bräutigams (Mirko) fragt, das siebenmalige Laufen um das Feuer, das den Bund der Ehe für die nächsten 7 Leben besiegelt (bei uns bedeutet Hochzeit nur einmal Lebenslänglich - bei den Hindus, die an Wiedergeburt glauben, gilt es für 7 Leben), die Party, die auch ohne Alkohol (so sind sie, die Inder) sehr ausgelassen war, und feiernde Inder in Anzügen (die traditionelle Kleidung hatten fast nur wir Deutsche an).

 

Gemeinsam warf das Paar als Opfer verschiedene Dinge ins Feuer.

 

 

Die deutschen Gäste. Von uns hatten sich alle bis auf zwei mit Kurtas und Saris neu eingekleidet. Bei den Indern war die Statistik genau andersrum - bei den Indern hatten alle bis auf zwei einen Anzug an.

 

 


© by Frank Ahland, Monheim-Baumberg