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In Varanasi werden alle Sinne
die ganze Zeit bombardiert. Es sind unglaublich viele Eindrücke
in kurzer Zeit. Nach 3 Tagen Varanasi hatte ich genug. Andere
Traveller haben mir die Ohren vorgeschwärmt von Nepal, wo
sie gerade herkamen. Nach Nepal wollte ich schon immer mal, vor
allem nach Kathmandu, da das einfach ganz weit weg klingt. Ich
wusste, dass es in Nepal Bürgerkrieg gibt, jedoch, so wurde
mir von den Travellern berichtet, nicht in der Touristen-Saison,
da ist Waffenstillstand.
Also habe ich meine Reispläne etwas geändert, meine
Rückflüge umgebucht und war einen Tag später in
Kathmandu.
Vor allem die Boudhanath Stupa fand ich sehr beeindruckend. Eine
Halbkugel auf einem Quadratischen Podest, reichlich geschmückt
mit Gebetsfahnen.
Ein Klangerlebnis der Studa
gibt es in diesem Video. |
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Zum Neumond und Vollmond wird
die Stupa besonders geschmückt mit unzähligen Lichterketten.
Hinzu kommen all die Kerzen, die in kleine Nieschen gesetzt werden
zum Gedenken an Verstorbene oder damit seine Wünsche in Erfüllung
gehen.
Mit einigen Leuten aus dem Guest-House sind wir einmal rum gegangen
und haben in jede Niesche Kerzen gestellt. Als wir rum waren mussten
wir feststellen, dass uns ein paar Jungs alle Kerzen wieder geklaut
hatten. |
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Rund um die Stupa können weitere
Kerzen angezündet werden. |
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Die Gebetsmühlen - eines der
Wahrzeichen. Durch das Drehen werden die Wünsche und Gebete
in die ganze Welt getragen - ebenso wie das Flattern der gebetsfahnen
im Wind. |
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In den alten Palästen gibt
es wunderschöne Bauten zu sehen. |
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In Thamel blüht der Kommerz.
In unzähligen Geschäftchen werden kopierte CDs und DVDs
(für 1-2 EUR, jedoch die DVDs in schlechter Qualität
in niedriger Auflösung ohne Surround-Klang), alle möglichen
Dinge mit einem North-Face und Gorotex Logo drauf (auch hier habe
ich minderwertige Ware gesehen, der Reißverschluß
von meinem Rucksack gab 2 Wochen später auf). jedes Geschäft
möchte mit möglichst großen Schildern auf sich
Aufmerksam machen.
Meine Flug- und Bustickets habe ich bei Wayfarers
gebucht, die es in Kathmandu und Pokhara gibt. Der Service war
sehr sympatisch und alles hat funktioniert. In Thamel zeigen mehrere
Schilder mit deren Logo die Richtung, in Pokhara sind sie am südlichen
Ende der Touristraße am See in der Nähe eines China-Restaurants. |
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Einen Morgen habe ich ein Taxi
gemietet und wir sind in die Berge gefahren, von wo aus man den
Himalaya sehen kann. Da ich Nachmittags nach Pokhara fliegen wollte
sind wir um 5 Uhr morgens losgefahren. Eine nicht ganz gelungene
Idee, da morgens nur Weolken in den Bergen hängen.
Wir machten eine Pause um auf weniger Wolken zu warten. Ein alter
Mann kam vorbei. Mein Fahrer gab ihm eine Zigarette und die quatschten.
Nach eine Weile kam der alte Mann zurück mit zwei Bechern
Chai, dem indischen Tee auf Milchbasis. Nach eine weile kamen
seine neugierigen Kinder vorbei und nahmen mich unter die Lupe.
Ich schenkte ihnen ein paar Gummibärchen aus Deutschland
und ein paar Buntstifte und hatten eine schöne Zeit zusammen.
Nach einer Fotosession, dem Bewundern von suich selber in dem
Display der kamera und das bestaunen ihrer Videos, fuhren wir
weiter. |
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Und da war er. Schemenhaft, aber
er war da. Der Himalaya. |
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Das Ende der Welt. Hier in Nepal
ist es. Wie im Film "Die unendliche Geschichte" begann
das Nichts hinter diesen Reisterrassen und den Hütten. |
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Der Flug von Kathmandu nach Pokhara
war ein visuelles Erlebnis. Direkt entlang des Himalaya mit einem
phantastischen Blick.
Die Maschine hatte zwei Sitzplätze mit einem Gang dazwischen.
Man sollte zusehen möglichst schnell beim boarding einen
Platz auf der Rechten Seite (auf einem Flug nach Pokhara) bzw
einem Platz auf der linken Seite (auf einem Flug nach Kathmandu)
zu ergattern - sonst hat man von dem Panorama nicht viel. |
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Romantik und Wirklichkeit. Auf einem
Berg in der Nähe von Pokhara hatte man eine sehr schöne
Sicht auf das Tal und den berühmten Anapurna, sowie andere
Berge. Soldaten nutzten ihn als Ausguck für die rebellischen
Maoisten. |
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Idylle in den Bergen. Auf dem
Rückflug nach Indien lernte ich den Besitzter des Kathmandu
Guest Houses kennen. Ein sehr smarter Inder. Er wusste sogar von
unserer neugewählten Kanzlerin in Deutschland. Er erzählte
mir die Probleme seines Landes aus einer anderen Perspektive.
Der neue König hatte die Demokratie ausgesetzt, was ihm
she rviel Wiederstand einbrachte. Jedoch kann es das Land vor
einem Problem retten: Die meisten Menschen in Nepal leben in den
Bergen, viele ohne Strom, die meisten ohne Anbindung an Medien
wie Radio, Fernsehen und Zeitung. Viele können nicht Lesen
und schreiben. Die Maoisten (Kommunisten) kommen in die Dörfer
und erzählen von dem Traum des Kommunismus, der allzugerne
geglaubt wird (es klingt ja auch zu schön, dass alle gleich
sind und alle die gleichen schönen Häuser haben werden).
Dass dies in der Realität in vielen Realexperimenten in den
letzten Jahren nie funktioniert hat, erfahren sie nicht.
Bei Wahlen können die Maos durch die mangelnde Information
sehr viele Stimmen erlangen.
Für mich war es sehr interessant zu hören welche Probleme
eine Demokratie so weit weg von unserer haben kann. |
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