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Travelpage Vorbereitung Vietnam 2001
Urlaub in Vietnam?
 
Selten sieht man so fragende Gesichter, wenn man sein Urlaubsziel nennt. Bei uns war es auch eher ein Zufall, eigentlich wollten wir nach Ägypten, aber da war alles, was uns gefiel, ausgebucht. Die spontane Frage, ob es noch Flüge nach Saigon gibt, brachte drei Treffer. Vietnam als Travel-Ziel kennen wir aus Erzählungen von Backpackern, die wir in Thailand trafen. Wieder zu Hause sahen wir mit Schrecken, dass im Oktober noch Regenzeit ist. Toll...

Aber viele spannende Reiseberichte im Internet machten Mut.

 
Reisezeit
 
Wir waren für drei Wochen vom 29.9.2001 bis 18.10.2001 unterwegs. Die Reisezeit schien optimal zu sein. Es war Nebensaison, d.h. die Hotels kosteten alle weniger als im Travel-Guide angekündigt. Es waren sehr wenig Traveller und noch weniger richtige Touristen zu sehen. Wir bekamen problemlos Flüge, Bus- und Bahntickets. Das Wetter war heiß, aber ertragbar, auch nachts war es sehr warm. Alle zwei Tage hat der Monsun mal kräftig zugeschlagen, allerdings nur für 10-60 Minuten. Das Meer brachte mit 29 Grad kaum Abkühlung.

 
Vorbereitung mit Literatur
 
Kaudawelsch Thai Kaudawelsch Vietnamesisch Als Guide benutzten wir das Buch aus dem Verlag "Reise Know-How", das sich als sehr nützlich erwies. Für ein bisschen Kommunikation in englischfreien Gebieten hatten wir den Sprachführer "Kauderwelsch, Vietnamesisch Wort für Wort" aus dem gleichen Verlag dabei. Dieses handliche Büchlein kann einem mehrere Kilometer Umweg sparen, wenn man dem Busfahrer klar machen kann, dass man am Bahnhof rausgeschmissen werden möchte. Mit den thailändischen Versionen dieser Bücher sind wir auch bestens durch Thailand gekommen.

cover Für den geschichtlichen Hintergrund hatten wir einen Dumont-Reiseführer "Richtig-Reisen Vietnam." dabei, der dies gut beschrieb und mit eindrucksvollen Fotos illustrierte. Jedoch ist er fürs Traveln ungeeignet, da er keinerlei Details über Verbindungen und Hotels enthält.

Kulturschock Vietnam Damit wir uns zu benehmen wussten, hatten wir noch das Buch "KulturSchock Vietnam", ebenfalls aus dem Verlag "Reise Know-How" dabei. Es hilft u.a. zu verstehen, wie die Trinkrituale sind, wenn man eingeladen ist.

Damit waren wir wahrscheinlich die best belesensten Traveler, aber das Land ist spannend und es lohnt sich mehr darüber zu erfahren. Durch die schlechten Englischkenntnisse der Einwohner ist Lesen die einzige Chance.

 
Sonstige Vorbereitungen
 
Für ca. 64,- € pro Nase durfte man sich die Eintrittskarte für Vietnam von der Botschaft in Bonn in Form eines Visums zuschicken lassen. Aktuelle Informationen über Visa und deren Beschaffung findet man unter www.visaexpress.de.

Malariaprophylaxe ist aktuell von der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin zwar nicht mehr empfohlen, wir haben es aber dennoch gemacht. Swantje mit dem neuen Produkt "Mallarone", das zwar das doppelte kostet wie Lariam, dafür aber weniger Nebenwirkungen hat. Frank hat Lariam benutzt mit den Nebenwirkungen von Mattigkeit. Lariam hat uns in Thailand mehrere matte Tage, Übelkeit und ziemliche Alpträume beschert; das Zeug war früher ein Psychopharmaka... Man sollte es auf jeden Fall mit viel Flüssigkeit nach einem guten und fettigem Essen zu sich nehmen.

Gegen Heppatitis A+B, Polio, Thyphus und Diphterie waren wir bereits geimpft.

Die finanzielle Versorgung sollte man mit Dollar-Travellerschecks sicher stellen, da es keine Geldautomaten gibt. Zu beachten ist, dass man die doppelten Gebüren hat, wenn man sich die Travellerschecks in Dollar auszahlen lässt. Gebüren für den Umtausch von Travellerschecks in Dong lagen meist bei 1%. Mit Kreditkarte kann man äußerst selten zahlen und zahlt dann 4%-Gebüren. Wenn man Geld mit der Kreditkarte holt, zahlt man 3% Gebüren. Für alle Geldgeschäfte auf der Bank wird der Pass benötigt. Außerdem sollte man einige Dollar in bar mitnehmen. Hotels kann man damit gut bezahlen, da die Preise meistens auch so angegeben werden und das Bezahlen so handlicher wird. Für das tägliche Leben sind Dollar eher unpraktisch, da der Unterschied beim Handeln zwischen einem Dollar oder 2 Dollar schon gewaltig sind und man keine halb-Dollar Scheine hat. Der offizielle und feste Wechselkurs von 1$ = 14.850 Dong wird meistens gerundet zu 15.000 Dong. Aber bei Eintrittsgeldern oder Busfahrten wurde uns ein wesentlich schlechterer Kurs angeboten, dafür sollte man immer genug Dongs dabei haben.

 
Gepäck
 
Wir sind zu zweit mit zwei Rucksäcken und insgesamt 26kg Gepäck ausgekommen. Empfehlen können wir:
- Jeweils zwei knitterfreie und strapazierfähige Hemden
- Mehrere T-Shirts
- Jeweils zwei lange Travellerhosen, kurze Hosen tragen dort nur Touristen
- Trekkingsandalen, die man auch zum Duschen anziehen kann, und Trekkinghalbschuhe, die so groß waren wie Turnschuhe.

Nicht bewährt haben sich unsere mitgeschleppten Schlafsäcke, die wir manchmal gebraucht haben, wenn sich nicht Abschätzen ließ, wann das Bettlaken zuletzt gewechselt wurde. Sie waren einfach zu dick, Schlafsackinletts oder einfach Bettbezüge hätten es auch getan.
Füllmaterial für den Rucksack waren auch unsere Outdoor-Regenjacken. Wenn es hier geregnet hat, dann hilft nur unterstellen.

Man sollte nicht zu viel mitnehmen. Wäsche trocknet über Nacht und waschen lassen kostet nur ein paar Mark.



© by Frank Ahland, Monheim-Baumberg